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Opel macht die Schweiz zum Irrenhaus

Der bare Wahnsinn. Opel stellt die Schweiz auf den Kopf. Frauen in Lockenwicklern reissen aus Coiffeursalons aus, Männer sich von ihren Frauen los, Mädchen verlassen ihre Brüder, kurz, es herrscht ein Chaos, wie man es letztmals an der Tombola des Chüngelizüchtervereins von Hinterfultigen (BE) erlebte, als aus Versehen zwei gleiche Lose mit dem Hauptpreis gedruckt wurden (ein Swiss-Flug Zürich-Genf, zurück mit der Bahn, man einigte sich darauf, dass der eine Gewinner den Swiss-Flug erhielt, der andere die Bahnfahrt, die zwei treffen sich heute noch regelmässig). Ein Aufstand erfasst die Schweiz.

Beim Fotoshooting ging es zu wie im alten Opel Manta

Beim Fotoshooting ging es zu wie im alten Opel Manta.

Opel wagt also den irren Versuch, ein jüngeres Zielpublikum zu erreichen. Trug die ursprünglich auserwählte Ausreisserin jedoch noch ein – ja, verwegen! – Nasenpiercing, einigte man sich auf den Kompromiss «Frau von heute, mit Lockenwicklern von gestern».

Damit liess sich auch der legendäre und beste Opelkunde Mann mit Hut besänftigen (ruhig stellen, sedieren). Er weiss nun, dass er immer noch voll ins anvisierte Kundensegment passt, zieht genüsslich an seinem Rössli-Stumpen und fährt mit unvermindert gemächlichem Tempo in seinem Opel Rekord Richtung Altersheim. Oder dann eben in einem Opel Astra Kombi, um sich dem ausser Rand und Band geratenem Zeitgeist anzupassen. Abgefahren.

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